#15 Jens Vollmar, CEO | Implenia

Shownotes

In dieser Folge spricht Yannick mit Jens Vollmar, CEO von Implenia, dem führenden Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister mit über 8'000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 3,5 Milliarden Franken.

Jens ist seit über einem Jahrzehnt im Konzern und seit April 2025 in der Gesamtverantwortung. Als wir uns zum Gespräch getroffen haben, war Jens ziemlich genau ein Jahr CEO.

Für uns der perfekte Moment, um nachzufragen, wie sich Jens in der neuen Rolle eingefunden hat, was für ihn in der Zusammenarbeit nicht verhandelbar ist und was er mit Implenia in naher Zukunft noch erreichen möchte.

Soviel sei gesagt: Er hat noch so einiges vor.

Was uns am meisten beeindruckt hat, war der Satz «ich bin immer noch der Jens».
Und das kauft man ihm auch ab.

Ausserdem klären wir folgende Fragen:

Wieso ist Performance ein Wert bei Implenia?
Welche Rolle spielt die physische Arbeitswelt für die Unternehmenskultur?
Und wie schafft man es, junge Talente für die Berufe auf dem Bau zu begeistern?

Reinhören lohnt sich 🎧

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Forward Thinking.

00:00:08: Hier dreht sich alles um innovative und zukunftsfähige Lern- und Arbeitswelten, genau dazu spricht Janik Müller Innovation Scout by Days With Us heute mit Jens Vollmer.

00:00:18: er ist CEO des führenden Schweizer Bau- und Immobiliendienstleisters im Plenium.

00:00:23: Seid ihr bereit für die Zukunft?

00:00:24: Dann lasst euch inspirieren!

00:00:30: Hallo Jens,

00:00:32: hallo Janik

00:00:34: du bist CEO.

00:00:34: bei Implenium stelle ich mal kurz vor Was machst du hier eigentlich?

00:00:39: Als CEO von dem Pleniar bin ich für ziemlich alles verantwortlich, was im Plenia betrifft.

00:00:44: Natürlich nicht alleine sondern mit dem Management Team gemeinsam mit dem Verwaltungsrat.

00:00:49: aber als CEO von den Plenias darf ich die Firma gestalten entwickeln und bin für das Tagesgeschehen.

00:00:59: Zum Start einer jeder Podcast-Folge haben wir eine Frage, die ich auch gerne dir stellen wollen würde.

00:01:04: Und zwar wer oder was ist deine persönliche Superheldin?

00:01:07: Oder dein persönliches Superheld und warum?

00:01:12: Ich habe drei Heldinnen in meinem Leben denke ich.

00:01:16: Einerseits meine Mutter hat mich extrem geprägt.

00:01:19: In meiner Kindheit denke ich.

00:01:21: Die hat sehr stark Anteil daran, wer ich heute bin.

00:01:26: Wahrscheinlich war sie eher ne strenge Mutter oder die hat schon dafür gesorgt dass wir immer viel lernen und dass wir fleißig sind, das sind so Tugenden die sie mir mitgegeben hat.

00:01:36: Und dann sind es meine Frau und meine Tochter auf die ich auch extrem stolz bin.

00:01:43: warum?

00:01:43: Meine Frau hat einerseits sie ist Rechtsanwältin, hat einen sehr guten Job gehabt.

00:01:48: den hat sie aufgegeben weil wir haben uns am Schluss für ein Er hat traditionelles Familienmodell entschieden.

00:01:54: Sie hat sich entscheidend daheim zu sein für unsere Tochter, das ist eine Entscheidung die sie gefällt hat für die Familie weil sie überzeugt ist und nicht auch dass es für die Prägung von unserer Tochter ganz toll ist, dass sie die Zeit sich nimmt für sie und auch mal und auch für unsere tochter da ist.

00:02:12: und ich glaube darf ich auch sagen wir hatten eine ziemlich schwierige Phase mit unserer Tochte.

00:02:16: die war ziemlich krank als sie Drei war.

00:02:20: Und da hat meine Frau sehr viel Einsatz gebracht, das auch gerade in der Phase ist, also vor ziemlich genau einem Jahr, als ich dann CEO werden durfte von dem Pläne ja und in dieser Phase hat sie sehr viel Engagement gezeigt für die Kleine da gewesen und die kleine hat sich wirklich zurückgekämpft und ist heute eigentlich wieder ein ganz normales gesundes Kind und deswegen ist sie die dritte Heldin bei mir im Leben.

00:02:42: Sehr schön!

00:02:43: Ja schöne Geschichte, schöne Superheldinnen.

00:02:45: vielleicht bleiben wir grad privaten Themen, um dich noch mal ein bisschen besser kennenzulernen.

00:02:50: Wenn du es teilen magst natürlich!

00:02:52: Wo trefft man dich in einer Freizeit?

00:02:55: Ich bin... In der Freizeite bin ich eher eine ruhiger Typ würde ich sagen.

00:03:01: Manche würden vielleicht sogar ziemlich langweilig finden und ich mache keinen Extremsport.

00:03:04: Ich hangel mich nicht an Klippen entlang oder so.

00:03:07: Ich verbringe viel Zeit mit der Familie.

00:03:10: Bin sehr gern mit meiner Tochter zusammen.

00:03:12: da machen wir Dinge die man halt macht mit einer Vierjährigen Bauen Dinge, wir gehen im Wald spazieren mit unserem Hund.

00:03:19: Wir basteln und malen.

00:03:22: Wir gehen in den Zoo.

00:03:23: Wir machen all diese Sachen.

00:03:25: Und insofern wahrscheinlich ziemlich langweilig aber ist ein guter Ausgleich für meinen doch eher intensiven Alltag bei Implenia.

00:03:34: Das kann ich mir vorstellen.

00:03:35: du bist ja schon genau ein Jahr eigentlich jetzt.

00:03:38: So ziemlich genau seit April twenty-five CEO bei Implania.

00:03:42: Was war denn so ein prägendes Ereignis oder eine prägende Entscheidung, wo du gemerkt hast?

00:03:46: Jetzt bin ich in der Rolle richtig angekommen.

00:03:49: Ich glaube, als CEO entscheidet man jeden Tag ziemlich viel – manchmal bewusst und manchmal unbewusst.

00:03:56: Man gibt viele Signale, alles was man sagt hat oder auch nicht sagt hat ziemlich viel Gewicht.

00:04:02: Und das ist das, was mich am meisten wahrscheinlich beeindruckt hat die Geschwindigkeit Dinge umgesetzt werden, die man vorgibt.

00:04:10: Also die Möglichkeit gestalten zu können ist dann – ich war zwar vorher schon lange in der Geschäftsseitung von Implenium aber dieses Gewicht hat dann schon nochmal deutlich zugenommen.

00:04:20: Asio fällt vieles einfacher.

00:04:23: Die Funktionen reagieren an das die Kolleginnen und Kollegen reagieren anders.

00:04:27: obwohl ich in meiner Wahrnehmung immer noch der gleiche bin natürlich, der Gleiche Jens wie vorher scheint es eine andere Bedeutung zu haben.

00:04:34: Und das war sicher sehr bedeutsam, dass man Dinge die man vorher umsetzen wollte heute einfach umsetzten kann und ich glaube das war sehr gut.

00:04:44: Ansonsten war's nicht viel überraschend was ich gefunden habe bei Implenia.

00:04:47: Ich hab mich schnell eingelebt, ich kannte im Plenium schon vorher und für mich als CEO ist es auch wichtig Mal nein zu sagen und ich glaube das ist sicher eine der wichtigen Eigenschaften in unserem in unserer Industrie.

00:05:03: Gewisse Dinge auch einfach mal nicht zu tun, die man gerne machen möchte weil bauen kann man überall und immer.

00:05:10: aber es muss dann auch einfach passen

00:05:12: ja Wander auch dinge dabei die du gleich machst wie vorher also Rituale in deinem Alltag Die für dich extrem wichtig sind.

00:05:21: Ich denke Ja ich habe mich nicht per se verändert als Mensch.

00:05:26: Ich habe versucht eigentlich immer gleich bodenständig, zielstrebig fleißig zu bleiben.

00:05:32: ich setze mich stark ein für die Aufgabe hier weil ich einerseits sehr viel verantwortungsbewusstsein habe.

00:05:38: ich fühle die Verantwortung nämlich sehr ernst.

00:05:41: nicht dass mich das belastet.

00:05:42: ich glaube da muss man auch schauen dass man das mit einer gewissen Leichtigkeit tun kann.

00:05:47: also wenn das jetzt eine bürde wäre wäre es wahrscheinlich nicht gut Aber mir macht es unglaublich viel Spaß, aber ich setze auch sehr viel ein dafür.

00:05:56: Weil ich möchte dass die Firma, die Unternehmung als Ganzes, aber auch die Arbeitnehmer auch in Zukunft mit dem Plänen ja ein gutes Zuhause haben.

00:06:07: Du bist ja auch viel auf den Baustellen unterwegs überall also in Deutschland und der Schweiz usw.

00:06:12: Was waren denn da so nach einem Jahr Dinge wo du gemerkt hast?

00:06:14: Mensch da haben wir wahnsinniges Potenzial!

00:06:16: Die können wir auf jeden Fall besser machen.

00:06:19: Wir haben Potenzial überall.

00:06:20: Ich glaube, die Bauindustrie ist immer noch eine der am wenigsten digitalisierten Industrien.

00:06:25: Immer noch eine sehr manuelle Industrie.

00:06:29: Naturgemäß sind das Dinge, die wir physisch auf der Baustelle erbringen und da ist wahnsinnig viel Entwicklung vorhanden aktuell.

00:06:37: Sehr viele Tools, die entwickelt worden sind unter anderem auch jetzt neuerdings mit KI, die sogar auf der baustelle selber nicht nur im Büro großen Einfluss haben.

00:06:47: Ich glaube wir haben Potenzial bei der ganzen Baulogistik, bei der Digitalisierung.

00:06:54: Wir haben Potentiale... bei der Planung von Bauaufgaben.

00:06:59: Also es gibt Potenziale überall, insofern was mich immer beeindruckt sind trotzdem die Kompetenzen, die wir haben und die Vielfalt von Kompetensen den Einsatz auf den Baustellen.

00:07:08: an dem mangelt es selten.

00:07:10: also ich darf wirklich mit gutem Vogelrecht behaupten dass wir auf den baustellen unglaublich engagierte Teams haben und das macht mich auch stolz.

00:07:23: Du hast gesagt du bist der gleiche Jens wie vorher.

00:07:26: Wenn man jetzt die Belegschaft oder deine direkten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen würde, wie sie dein Führungsstil beschreiben würden.

00:07:33: Was würden die sagen?

00:07:36: Ich denke ich bin direkt authentisch auch klar.

00:07:40: Ich glaube das ist ganz wichtig.

00:07:42: wenn die Mitarbeitenden nicht spüren in welche Richtung man gehen möchte und nicht ganz klar ist indem dann gibt es immer wieder Unklarheiten dann in der Organisation die sich multipliert Siehern über die Hierarchien hinweg.

00:07:56: Insofern ist Klarheit wichtig, Authentizität.

00:08:00: Also ich würde von mir behaupten... Ich bin wie ich bin!

00:08:03: Ich verstehe mich nicht.

00:08:04: Ich gebe nicht am Morgen wenn ich ins Büro komme irgendwie meine Charakterzüge abwandern der Garderobe und bin dann jemand anders da.

00:08:13: Ich glaube es wäre auch wahnsinnig anstrengend wenn man sich dann verstellen müsste aber direkt, oder?

00:08:18: Aber ich kann auch damit umgehen wenn mein Umgekehrt direkt ist.

00:08:21: Also glaube das ist was mich auszeichnet.

00:08:23: Ich brauche auch diesen konstruktiven Abrieb gegenseitig weil nur so kommen wir dann auch weiter.

00:08:28: wenn man Dinge anspricht, wenn man auch unangenehme Dinge adressiert und umgekehrte erwarte ich auch dass wenn ich mal auf dem Holzweg bin dass mir sagen du lieber Jens jetzt hast du dich da vielleicht etwas vorhanden?

00:08:39: und ganz im Gegenteil.

00:08:40: ich schätze sogar wenn man das tut weil nur die ganze Firma weiter kommt Wenn

00:08:47: du dich da auf einzelne Elemente beschränken müsst, sagen wir mal ein bis zwei was es für dich überhaupt nicht verhandelbar in der Zusammenarbeit.

00:08:56: Ehrlichkeit?

00:08:57: Ich glaube das ist für mich das absolut Wichtige.

00:09:00: ich kann mit fast allem umgehen aber nicht damit wenn man den Eindruck gewinnt dass jemand um Fehler zum Beispiel zu verstecken oder andere Dinge irgendwie schönzureden, nicht ehrlich ist.

00:09:11: Das ist für mich ganz was Wichtiges.

00:09:13: deshalb ist Klarheit wichtig Ehrlichkeit Verbindlichkeit auch.

00:09:17: also ich glaube Für mich sind zum Beispiel Leistungsbereitschaft enorm wichtig und Ziele.

00:09:24: Und wenn wir gemeinsam Ziele vereinbaren dann sind die für mich gesetzt sind vereinbart und eine Vereinbarung sollte man halten und verbindlich Zusagen.

00:09:34: und für mich ist es schwierig in der Zusammenarbeit, wenn wir laufend irgendwie ziele neu diskutieren müssen.

00:09:40: Ja

00:09:41: du hattest mal einen Vortrag gesagt deswegen komme ich drauf weil Du gerade Leistungen gesagt hattet hast.

00:09:46: Hast Du gesagt das Performance ein wichtiger Wert ist bei Implenia?

00:09:50: Was hast Du damit gemeint?

00:09:52: Ich glaube eben dass Tugenden, die die Schweiz aber auch Deutschland oder wahrscheinlich auch die ganze westliche Welt zu dem gemacht haben.

00:10:01: Die sie heute ist nämlich eine prosperierende Wohlstandskultur, die wir haben dass viele der Tugendern auch nach wie vor Gültigkeit haben.

00:10:11: eben glaube fleiß ist wichtig.

00:10:13: Wir müssen uns einsetzen für gemeinsame Ziele.

00:10:16: In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Deutschland wieder aufgebaut, eigentlich von Null.

00:10:22: Da war sehr viel Fleiß gefragt aber Engagement gefragt.

00:10:25: da waren auch die Rahmenbedingungen politisch gegeben um Leistung zu belohnen Unternehmertum zu belohn'n und für mich ist es eine Leistungskultur die wahrscheinlich viele Unternehmen wollen eben die Kompromisslose arbeiten auf ein Ziel mit Fleis mit Pünktlichkeit, mit Verbindlichkeit und Ehrlichkeit.

00:10:46: Mit Klarheit – das sind Dinge, die ich glaube wichtig sind damit auch eine Firma im heutigen Umfeld in einem schwieriger komplexer werdenden politischen technischen regulatorischen Umfeld auch heute erfolgreich sein kann.

00:11:00: Und die Dynamik, die dann entsteht.

00:11:02: Unternehmertum heißt für mich Entscheidungen zu fällen weil sie richtig sind nicht weil sie gerade politisch konformen sind mit gesunden Menschenverstand zu agieren.

00:11:11: Ich glaube, mein Alltag besteht aus achtzig Prozent gesunde Menschenverstanden.

00:11:18: Natürlich braucht man die Erfahrung und das Netzwerk.

00:11:22: Man braucht die Beziehungen um zu wissen wie man vorgehen kann auch die Erfahrungen wie man mit Herausforderungen umgeht.

00:11:29: aber bei all dem braucht es einfach wahnsinnig viel gesunden menschen verstand um die Dinge zu tun die einfach richtig sind und da sollte man sich auch nicht abbringen lassen weil jetzt irgendwo ein Trend in eine andere Richtung geht, sondern einen gesunden Menschenverstand walten lassen.

00:11:46: Gehirn einschalten und dann kommen.

00:11:49: meistens wenn man dann im Raum mit intelligenten Menschen an einem Tisch sitzt kommt man zu den identischen Lösungen.

00:11:56: in aller Regel

00:11:57: ja ich habe manchmal so bisschen das Gefühl dass wir auch verlernt haben oder uns nicht mehr so trauen über Leistung zu sprechen waren viele gerade in Zeiten von Fachkräftemangel manchmal auch das Gefühl haben, naja wenn ich jetzt wieder über Performance-Rechte und Pflichten seitens Arbeitgeber und Arbeitnehmer spreche werde ich nicht als aktrative Arbeitgebärin wahrgenommen.

00:12:20: Wie siehst du das in den Gesprächen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern?

00:12:23: Mit denen du sprichst?

00:12:25: Es hat beide Seiten.

00:12:27: Also, ich glaube einerseits ist die Welt heute eine andere wie vor fünfzehn Jahren.

00:12:31: das ist keine Frage.

00:12:31: wir können auch nicht wieder zu alten Arbeitsmodellen zurückkehren.

00:12:35: Ich glaube die Fortschritte die die Gesellschaft gemacht hat Die müssen wir auch würdigen und ich glaube es braucht dynamische Arbeitszeitmodelle.

00:12:41: Es muss diesen dem Umfeld auch Rechnung getragen werden in dem wir leben.

00:12:46: Insofern glaube ich dass wir sehr viele junge hochperformante fleißige Neugierige Menschen im Arbeitsmarkt auch sehen, die kommen und ihren Beitrag leisten wollen für die Unternehmung.

00:12:59: Und natürlich sehen wir aber auch Trends wo wir in Bewerbungsgesprächen, in Rekrutierungsprozessen oder an Job messen oder wo auch immer Feedbacks bekommen dass junge Menschen sagen Für mich ist meine sogenannte Live Work Balance sehr wichtig.

00:13:18: was bietet mir denn die Firma das ich quasi mein Privatleben so gestalten kann, dass ich dann zufrieden bin.

00:13:24: Und ich glaube man muss immer abwägen wo ist der Vorteil?

00:13:28: oder aus meiner Perspektive schaue ich ja immer an was macht Sinn für Implenia?

00:13:32: und wenn das Sinn macht, dass die Unternehmung weiter kommt dann können wir mit solchen Modellen gut umgehen.

00:13:39: aber wenn es keinen Sinn macht zum Beispiel wenn Baustellenpersonal nur im Homeoffice ist Ist es für den Pläne nichts, was ich jetzt unterstützen würde?

00:13:49: Ich glaube wir müssen moderne Arbeitszeitmodelle zum Beispiel anbieten.

00:13:52: Wir müssen einen Arbeitsumfeld wie Moderne Büros anbinden, wo die Leute sich wohlfühlen und auch gerne hinkommen, wo sie sich austauschen können.

00:14:00: Und wir machen viel bei dem Plänen.

00:14:01: ja also... Wir haben hier in unserem Hauptsitz als Empfang ein Kaffee.

00:14:05: Der Kaffe ist gerade dies.

00:14:07: Man kann sich treffen.

00:14:08: Wir bieten auch Homeoffice-Regelungen an, die relativ flexibel sind im Kontext von der Branche aber das immer halt im Kontex von der jeweiligen Aufgabe und in Abstimmung mit den betrieblichen Anforderungen.

00:14:22: oder das ist für uns wichtig.

00:14:24: Insofern ich sehe junge Menschen, die extrem lernbereit sind, die sich extrem engagieren wollen und umgekehrt sehen wir natürlich in den Gesprächen, dass das dann durchaus auch ein Trend da ist.

00:14:38: Dass man sagt ja aber was kann denn die Firma für mich tun anstatt zu fragen?

00:14:42: Was kann ich denn für die Unternehmung tun und dass das Vertrauen dann auch kommt wenn man sich einbringt.

00:14:48: und so habe ich immer gearbeitet.

00:14:51: Ich hatte immer das Vertrauen Wenn ich mich einbringe in eine Aufgabe und ich war immer von der Aufgabe und vom Inhalt getrieben, wo braucht es mich?

00:15:00: Wo kann ich beitragen dass dann nachher die Unternehmung auch schaut.

00:15:03: Und den Wert erkennt der Mitarbeitenden das man sich selber entwickeln kann.

00:15:08: Ja das ist auch was.

00:15:09: also das kann ich vielleicht auch noch teilen Auch etwas was wir erleben und in dieser ganzen New Work Diskussion schon auch ein großes Missverständnis entstandenes was Arbeit zukünftig heißen soll.

00:15:19: und New Work ist nicht No-Work.

00:15:21: Das muss man schon auch sagen, aber ich glaube wenn da draus wieder ein Gespräch wird auf Augenhöhe wo man eben sagt was bin ich bereit zu leisten?

00:15:28: Und was kann mir die Firma dafür geben?

00:15:30: Ich glaube sind wir wieder auf einem guten Weg, aber diese ganze Diskussion was dann mit New Work auch ein Stück weit gemacht worden ist dass es reduziert wurde auf ein paar Purpose Workshop Spellibat und Bierzapfellage

00:15:43: das

00:15:44: ist eben Das ist, glaube ich nicht das Ziel und das bringt uns als Gesellschaft aber auch als Wirtschaft nicht weiter.

00:15:51: Absolut!

00:15:52: Und ich glaube wir müssen auch wieder erkennen dass der Wohlstand er kommt nicht vom Himmel oder der Wollstand kommt durch Wirtschaftsleistung.

00:15:59: mit der Wirtschaftsheistung gibt es höhere Steuereinnahmen die öffentliche Hand kann Dinge finanzieren und ein gutes sicheres Umfeld schaffen usw.. Ich glaube auf diese Dinge müssen Berufen und auch die Zusammenhänge klarer machen.

00:16:14: Und ich glaube, dann wird – auch wenn er informierte Bevölkerung und gerade in der Schweiz eine direkte Demokratie, wenn die Bevölkerung informiert ist, die Zusammenhängen erkennt, dann kommen auch wieder vermehrt politisch sinnvolle Ergebnisse raus.

00:16:29: Wir sitzen ja hier heute in euren wunderschönen Räumlichkeiten am Hauptsitz in Zürich.

00:16:34: Du bist ja jetzt auch schon einige Jahre, viele Jahre bei Implenium mit dabei und hast den ganzen Umzug hier erlebt.

00:16:40: Was hat sich hier seitdem kulturell bei euch verändert?

00:16:43: Die Büro-Räumlichkeiten von uns, die unterstützen ich glaube die Arbeitskultur enorm.

00:16:50: Also wir waren früher an verschiedenen Standorten im Raum Zürich zersplittert.

00:16:56: Wir hatten viel Bewegung dann zwischen den Büros mit viel Zeitverlust.

00:17:01: Wir hatten Einzelbürokonzepte wo dann die Vorgesetzten am besten noch mit dem Fortsimmertrachen und abgeschottet von den Mitarbeitenden in ihren Büros saßen und dachten sie sind nah am Pult des Geschehens.

00:17:13: Ich glaube dafür sind wir nicht mehr zu haben, wenn es darum geht neue Büros so eröffnen.

00:17:20: deswegen rollen wir auch diese Open Space Konzepte aus was eben offene Räume gibt wo man sich begegnen kann wo wir Connectorspaces haben wie hier große Treppenhäuser usw.

00:17:31: Und das unterstützt die Arbeitskultur, die Zusammenarbeitskultur.

00:17:34: Die ist enorm entscheidend für komplexe Großprojekte, dass man gemeinsam arbeitet und nicht im Kämmerlein alleine vor sich hinbeudelt.

00:17:42: Ich glaube, das war für Implenium entscheidende.

00:17:44: Ich glaub auch, dass es für die ganze Bauindustrie wichtig ist um eben Dinge zu vermeiden wie man sie halt häufig in der Vergangenheit gesehen hat, dass eben die Kollaboration eingeschränkt war.

00:17:55: Hier haben wir interne und externe Projektteams, die gemeinsam arbeiten an Projekten Und die Aufgaben als Team werden besser gelöst und bewältigt, wie wenn das Individuenhand haben.

00:18:06: Das unterstützt eben dieses Büro hier.

00:18:09: Die Leute kommen gerne – es ist hell, es ist nachhaltig, wir haben viel Holz!

00:18:13: Für uns war das in einer Transformationsphase im Nachhinein auch nochmal gesehen der absolut entscheidenden und wichtige Schritt um Implenia positiv weiterzuentwickeln.

00:18:23: Es ist aber euch bei Implena so dass ihr einen extrem hohen Anteil an Blue Color Worker in der Unternehmung habt?

00:18:29: Und auch von der Kultur und auch von einer Wertschöpfung eigentlich das Geld auf der Straße, auf euren Baustellen verdient wird.

00:18:36: Zumindest jetzt mal in der Wahrnehmung der Blue-Color Worker.

00:18:39: Was hatte das für eine Auswirkungen als ihr hier den Hauptsitz errichtet hattet?

00:18:43: Dass da nicht so ein Missgunst oder auch so ein Gefälle kulturell entsteht dass man es gefühlt hat naja also man macht jetzt das Büro und das Leben der White-Colour Mitarbeiter noch schöner.

00:18:54: was hatten die dafür Ansätze?

00:18:56: Also vielleicht muss ich davon mit einem Vorurteil aufräumen.

00:18:59: Wir haben verhältnismäßig gar nicht so wahnsinnig viel mehr Blue-Color wie White-Colour, wir haben eine sehr technische Firma ehrlicherweise.

00:19:07: Ich war damals im Plenium auch sehr überrascht, wir hatten wahnsinnigt viele Bauingenieure und Architekten und Weidkoller, also auch von Bauleitern

00:19:18: usw.,

00:19:19: die auf Baustellen arbeiten.

00:19:21: Die sitzen hier auch im Büro.

00:19:23: Es ist jetzt nicht nur so dass auf der Baustelle Geld verdient wird sondern ganz viel Ashen you know how findet auch in den Büros statt.

00:19:31: Nichtsdestotrotz, natürlich wollen wir auch das eben für unsere Blukoller attraktiv gestalten.

00:19:36: Wir machen auch wahnsinnig viel um die anzubinden.

00:19:39: Das ist gar nicht so einfach.

00:19:41: darf ich sagen wenn dann jemand gar keine E-Mail Adresse hat von Implenia, dass man sie überhaupt erreicht?

00:19:47: oder wir haben dann Möglichkeiten gefunden.

00:19:49: wie wird es tun?

00:19:50: Wir machen viele Poliertage und laden die auch ein weil diese sind eben wichtig wie du sagst.

00:19:54: Die entscheiden am Schluss über Erfolg oder Misserfolg.

00:19:58: aber natürlich braucht's auch die Führung alle attraktiv sein, nicht nur im Büro sondern auch auf den Baustellen.

00:20:04: Aber selbstverständlich es ist nicht ganz so einfach attraktive Büros zu schaffen auf dem Baustelle.

00:20:09: aber ich muss jetzt ehrlicherweise sagen dass selbst unser Baustellenkontäner heute schon ziemlich gute Qualität haben und da muss auch niemand frieren oder schwitzen.

00:20:16: Okay habe du da sonst Ansätze die ihr teilen möchtet?

00:20:21: Neben der typischen Kommunikation die wir versuchen aufrechtzuerhalten über verschiedene Tools zum Beispiel über die Handys Versuchen wir die Leute einzuladen, einzubinden zu Schulen auch.

00:20:31: Wir schicken eine Ausbildung etabliert, einen Karrierepfad für Blue Collar inklusive dann auch der White Collar über HR weil diese Berufe brauchen wir und wollen wir auch attraktiv gestalten.

00:20:45: Gerade heute Morgen habe ich mit HR also mit unserer Personalabteilung darüber gesprochen wie wir neue Berufsbilder aufbauen können.

00:20:54: vierzehn neue Berufsbilden engagieren, um über die nächsten drei Jahre hundertlernende März zu erreichen für Berufe, die eben scheinbar weniger attraktiv sind.

00:21:03: Das ist eine Vielzahl von verschiedenen Berufen inklusive der Maurer und sie braucht es auf den Baustellen.

00:21:10: also wir versuchen unseren Beitrag als Branchenleader in der Schweiz da auch zu leisten.

00:21:14: aber das ist nicht ganz einfach weil gerade heute praktische Handwerksberufe oder auch Bauberufe der Straßenbauer, der Maurer und so weiter sich jetzt nicht der ultimativen Beliebtheit erfreuen.

00:21:27: Was nicht ganz berechtigt ist aus meiner Sicht weil gerade gute Handwerkes Berufe sind sehr gefragt.

00:21:32: aber das ist ein Trend den wir beobachten und da versuchen wir unseren Beitrag zu leisten auch über die Branchen-Tätigkeit, über Bauen, Schweiz so verschiedene Kampagnen machen dass diese Berufer wieder an Attraktivität gewinnen.

00:21:46: Wenn wir jetzt gerade bei der Kommunikation sind, wenn man dich so ein bisschen auf Social Media verfolgt was ich ja auch

00:21:51: tue

00:21:52: merkt man ganz stark zumindest ist es meine Wahrnehmung dass du bei LinkedIn sehr aktiv bist dafür kommunizierst.

00:21:58: Ist das etwas was schon auch strategisch eingesetzt wird von dir um möglichst viele Menschen intern wie auch extern zu erreichen?

00:22:04: oder liege ich da völlig falsch?

00:22:07: Nein absolut!

00:22:07: Das ist natürlich die schnellste Art intern und extern die wichtigen Zielgruppen zu erreichen.

00:22:13: glaube man darf es auch nicht über beanspruchen, weil sonst ist es dann nicht irgendwie mehr relevant.

00:22:19: Aber das ist gar nicht so einfach, weil wir haben so viele Stories die wir erzählen können von unseren Baustellen dass man das natürlich gerne machen möchte.

00:22:26: und Social Media ersetzt jetzt auch nicht persönliche Gespräche mit den Mitarbeitenden oder mit Kunden.

00:22:31: aber es ist ebenso, dass es sehr effizient ist rasch auch Informationen zu teilen, dass man Das Thema Employer Branding noch ein bisschen bewirtschaften kann damit als Nummer eins in der Schweiz, Baufilmer Nummer eins denke ich zu gewissen Inhalten auch Themenführer sein und dafür kann Linke den eine gute Plattform sein oder andere Social Media auch.

00:22:57: Im Plenium hatte gerade ein extrem starkes Geschäftsjahr abgeschlossen tolle Auftragsbestände wachsende Geschäftsfelder volle Pipeline wie man hört und ich war ja auch Teil der Analystenkonferenz im März.

00:23:08: also da habe ich zugehört und da stellt sich natürlich für mich die Frage Wie habt ihr das geschafft?

00:23:15: Das sind ganz viele einzelne Dinge, die da gut ineinandergreifen müssen.

00:23:19: Ich glaube einerseits ist das eine Teamleistung von der Geschäftsseitung in der Zusammenarbeit auch mit dem Verwaltungsrat und natürlich vielen tausend Mitarbeitenden, die ihren Beitrag leisten jeden Tag auf den Baustellen.

00:23:32: Und ich glaube sagen zu dürfen einerseits haben wir ein sehr schönes Auftragsbuch gehabt.

00:23:38: Wir hatten viele tolle Auftragseingänge.

00:23:40: das zeigt dass wir gut positioniert sind und unsere Dienstleistung nachgefragt werden in den Märkten in denen wir tätig sind.

00:23:46: Wir sind auch in den richtigen Märkten aus meiner Sicht wo viel Infrastruktur bedarf besteht Hochbaubedarf usw.

00:23:53: Andererseits haben Ich glaube auch operativ geliefert, was wir angesagt haben.

00:23:58: Wir haben den Fokus auf Liquidität gesetzt.

00:24:00: das ist etwas für jede Firma entscheidend ist wie das Blut in den Ardern ohne die Liquidität geht es nicht und deshalb haben wir den Fokuss darauf gelegt und den Free Cash Show abgeliefert.

00:24:12: Das hat auch sehr zu positiver Resonanz geführt.

00:24:15: aber auch die Margen konnten wir weiter positiv entwickeln Und ich denke, das ist eine konsequente Umsetzung der strategischen Stoßrichtungen und insofern sind wir stolz auf das letzte Jahr.

00:24:27: Das sind schon mitten im neuen Jahr.

00:24:29: Du weißt ja wie das ist nach dem Abschluss vor dem Abschuss aber es ist eine Herausforderung die wir gerne annehmen und an der wir auch Spaß haben.

00:24:39: Wie viel würdest du sagen?

00:24:40: Ist hier dein Verdienst und wieviel davon hast du geerbt?

00:24:44: Also ich glaube, es ist schwierig zu sagen was ist jetzt Vergangenheit.

00:24:48: Was ist aktuell?

00:24:50: Das spielt auch keine Rolle weil... Ich glaube es geht um die Unternehmung Es geht nicht um Individuen und ich glaube ein CEO hat eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer Unternehnung Aber er ist auch nicht alleine, oder?

00:25:02: Und insofern denke ich natürlich waren gewisse Teile schon vordefiniert.

00:25:08: Also wir konnten nicht das ganze Auftragsportfolio in einem Jahr ersetzen haben aber auch sehr viele neue Aufträge gewinnen können.

00:25:15: Insofern glaube ich ein gesunder Mixter ganz normales sind so eine Transition.

00:25:20: also einen Zitat von dir Anfang des Jahres wurde ja schon viel viel zitiert auch medial viel zitier und da hast du nämlich gesagt Wir können doppelt so groß werden.

00:25:29: Wo siehst du das große Potenzial für Implenium?

00:25:32: Wir haben in fast allen Bereichen Potenziale.

00:25:34: Das ist der Schöne, wir haben in den europäischen Heimmerkten von Implena viel Potenzal – in Deutschland wie in der Schweiz nach wie vor.

00:25:41: Wir sind immer noch verglichen mit dem gesamten Marktgrößen klein.

00:25:46: Insofern können wir wachsen organisch aus der eigenen Kraft heraus in der Schweiz und vor allem auch in Deutschland, in allen drei Divisionen die wir heute haben.

00:25:56: Wir haben einerseits den Hochbau und die Projektentwicklung also das Immobiliengeschäft und dem Hochbau.

00:26:01: da wird sehr viel nachgefragt und vor allem in den Bereichen in denen wir uns spezialisiert haben oder indem wir weiter spezialisieren sind Gesundheitsbauten, Spitäler Labor Altersheime und Pflegeheime Labor Gebäude Oder auch Datensenter.

00:26:15: Da ist eine unglaublich hohe Nachfrage, die sich auch weiter am entwickeln ist in der Schweiz wie in Deutschland.

00:26:20: Im Tiefbau bleibt der Fokus auf große Infrastrukturprojekte, die nachgefragt werden.

00:26:26: In Deutschland haben wir ja viel über das große Infrastrukturprogramm gesprochen.

00:26:32: Der Bedarf ist riesig tatsächlich riesig aber nicht nur in Deutschland sondern sehen wir auch in Norwegen In Schweden.

00:26:40: Wir sehen es auch in anderen europäischen Märkten, da haben wir sogar noch Potenzial im europäischen Ausland in neue Märkte einzusteigen.

00:26:49: und auch im Servicebereich gerade in den vor- und nachgelagerten Dienstleistungen vor und nach der eigentlichen Bauausführung also zum Beispiel in der Immobilienbewirtschaftung oder in der Planungsphase wo ja auch gerade aktuell sehr viel investiert wird mit der Automatisierung und KI, da gibt es noch viel Potenzial für uns wo wir vor allem anorganisch wachsen können.

00:27:11: Und wir können selber besser werden.

00:27:13: also das darf man auch nicht vergessen Wir haben noch viel potenzial in dem ganzen Projekt.

00:27:18: Exzellenz wollen wir es mal so nennen oder operativen Exzelenz wie wir Bauabläufe Baulogistik Digitalisierung weiter vorantreiben.

00:27:27: Wir haben dafür ein Team, das nennt sich Project Excellence & Services.

00:27:32: Die kümmern sich um die Digitalisierung und die ganzen Prozesse und Abläufe.

00:27:36: Wir haben eine eigene Baulogistikfirma.

00:27:38: Da kommen sie wirklich schon drauf an.

00:27:40: Stellst du das Container-Dorf fünf Meter weiter nach links oder fünf Meter nach rechts?

00:27:44: Dann über so ein paar Jahre Bauabwicklung spart man dann da Millionen von Stunden teilweise.

00:27:52: Wir haben im Bereich Nachhaltigkeit Potenziale, Abfalltrennung heute entsteht.

00:27:56: Wahnsinnig viel Abfall im Abbruch Menschen gemacht und nicht quasi weil es der Abbrucht eigentlich so vorsieht sondern weil man dann alles zusammen in die Mulder schmeißt.

00:28:04: also das sind solche Dinge.

00:28:06: da gibt es wahnsinnig viele Potentiale und hier wollen wir angreifen diese Potenzialen.

00:28:11: und insofern wenn ich jetzt anschaue Bei uns gibt es auch gute und schlechte Projekte.

00:28:17: Und wenn ich nur schaue, wenn einige der schlechten Projekten in Zukunft die finanziellen nicht gut rauskamen wegfallen würden dann wären wir eigentlich heute schon bei weit höheren Ergebnissen wie wir sie heute schon zeigen.

00:28:31: Es sagt wohl ein Projekt dabei wo du sagst Mensch da bin ich total stolz drauf.

00:28:35: natürlich sind alle Projekty wichtig aber eins wo du mensch sagst das ist so besonders darüber müssen wir sprechen.

00:28:41: Es gibt eine Vielzahl von Projekten.

00:28:42: Natürlich sind die Projekte, die ich noch als Divisionseiter für den Hochbau akquiriert habe und angestoßen habe auch eine ganze Weile begleitet hab.

00:28:50: Für mich persönlich ist es eine Herzensangelegenheit, dass sie gut rauskommen.

00:28:54: Da denke ich an einen Kantonspital in Aarau, da denke ich auf einen UBS Paradeplatzumbau.

00:28:59: Da denk ich an andere große Projektes im Hochbau.

00:29:02: natürlich sind die für mich jetzt emotional bin ich da besonders gut informiert und verfolgt, die auch eng mit.

00:29:10: Aber wir haben auch in den Tunnelbauten wahnsinnig tolle intensive Projekte.

00:29:15: Ich glaube eines der schönsten Erlebnisse für mich in den letzten zwölf Monaten war Ein Besuch im Gotthardtunnel, als in dem Bohrkopf vorne drin ein gewerblicher Mitarbeiter rauskam und sich bei unserem Verwaltungsratspräsident bedankte dafür dass er beim Pleniar arbeiten darf seit vielen Jahrzehnten.

00:29:34: Und das ist ein Job oder der ist sehr anspruchsvoll also der ist nicht nur körperlich extrem intensiv was die Ich sage jetzt mal die Intensität in dem Bohrkopf betrifft.

00:29:46: Das ist ein lautes Arbeitsumfeld, das ist sehr heiß da drinnen.

00:29:50: Du hast kein Tageslichte Es ist schmutzig und du musst dann auch noch krampfen wenn du da vorne so einen Mais im Bohrkorb versetzen möchtest oder musst.

00:30:00: Und dann stolpert der daraus quasi Schweißgetränkt und ölig und träckig und bedankt es sich dafür dass er diesen Job seit der von zwanzig Jahren machen darf.

00:30:09: Das war für mich dann ein wunderbares Ergebnis, wie stark die Leute sich identifizieren mit diesen tollen Aufgaben.

00:30:16: Und dann rücken solche Themen wie wenn man eben in irgendeinem Büro kommt und dann die Leute sagen Mensch aber die Luftqualität im Hauptsitz ist jetzt da nicht ganz so gut.

00:30:24: das rückt an etwas in den Hintergrund.

00:30:28: Du hast vorhin noch eins gesagt, deswegen muss ich darauf zurückkommen.

00:30:31: Das Thema Einsparungspotenziale.

00:30:33: das ist auch eine persönliche Geschichte für mich weil ich sie nicht mehr vergessen kann.

00:30:36: du hattest bei einer Präsentation mal die Geschichte der weißen Bagger erzählt und seitdem kann ich nicht mehr ohne drauf zu gucken an der Baustelle von dem Pläneal vorbei laufen oder vorbeifahren.

00:30:46: vielleicht möchtest du dir am Schluss noch teilen

00:30:48: Ja, kann ich gerne machen.

00:30:49: Das ist schön dass du dich daran erinnerst.

00:30:51: Ist natürlich nur eine kleine Anekdote aus meinem Alltag.

00:30:54: Ich hatte ja gesagt man entscheidet unfassbar viel jeden Tag.

00:30:58: hoffentlich sind neunzig Prozent davon richtig.

00:31:01: das war eine kleine Geschichte die ich hat den großen Lieferanten besucht der viele Baumaschinen liefert der die importiert in die Schweiz und ich hatte ihn gefragt wie wir unser preisniveau weiter optimieren können um Wettbewerbsfälger zu werden unter anderem und er hatte mir berichtet darüber dass wir unsere Bagger und Maschinen in der Schweiz nach unserem Konzept weiß lackieren oder umspritzen lassen.

00:31:26: Also das heißt die Maschine werden aus dem Ausland importiert, dann werden sie auseinandergenommen, weiß lackiert und noch mit dem Implenialogo bespritzt oder beklebt und dann ausgeliefert.

00:31:36: Das kostet uns jedes Jahr ziemlich viel Geld Und ich hatte dann entschieden, dass wir das nicht mehr tun weil wir sehr viel Geld sparen können damit.

00:31:45: Ich bin davon ausgegangen dass wir auch mit vom Werk ausgelieferten Farbmodellen genauso gut arbeiten können und dann einfach das Implenialogo Perfolie draufbringen können.

00:31:58: Hat mich aber ziemlich viele Widerstände überwinden lassen nachher, weil es für viele Mitarbeiter offenbar ein sehr wichtiges Element ist, dass sie in weißen Baggern sitzen können.

00:32:10: Aber gerade in diesen Bereichen haben wir eben von der Performance her und von den Margen ein sehr tiefmargiges Umfeld, sodass ich der Meinung bin.

00:32:18: Wir müssen auf andere Dinge achten dass die Leute gern für im Pläne arbeiten und nicht die Farbwahl des Spuggers jetzt entscheidend dafür ist.

00:32:26: Und dessen Beispiele welche Potenziale es gibt das ist jetzt ein kleines Beispiel aber sind doch auch beachtliche Beträge wenn man sich dann wirklich anschaut aber von den Beispielen gibt es sehr viele.

00:32:36: Das sind gewachsene Strukturen macht es eben Freude, wenn man dann solche Dinge immer wieder anpacken und verändern kann.

00:32:46: Und das zeigt aber auch wie die konsequente Umsetzung.

00:32:49: Man muss dann am Ball bleiben, konsequent darauf bestehen und ansonsten gibt's dann immer wieder Tendenzen, dass Dinge wieder verändert werden, wenn wir uns nicht bis zur letzten Minute mitverfolgen.

00:33:00: Also insofern ja, wenn du jetzt Weiße Bagger siehst dann sind die nicht aktuell angeschafft.

00:33:07: Das gucke ich auf jedem Ausstelle ob das noch ein alter Bagger ist oder neuer Bagger, deswegen dachte ich weil es mich jetzt so geprägt hat also eben eine kleine Anekdote aber trotzdem irgendwie eine schöne Geschichte die ich gerne noch hier teilen wollte.

00:33:19: und kommen wir auch schon zur letzten Frage was wünscht denn du dir noch für die Zukunft?

00:33:24: Was möchtest Du als CEO von Implenium noch erreichen?

00:33:28: Ich glaube jetzt habe ich vor einem Jahr übernommen.

00:33:31: Wir sind immer noch am Anfang meiner meiner quasi CEO hoffentlich Karriere.

00:33:36: Ich möchte natürlich erfolgreich bleiben mit Implenia, das ist mir extrem wichtig.

00:33:41: wir wollen Implena transformieren.

00:33:42: du hast schon angesprochen wir wollen wachsen.

00:33:45: ich hatte mal mein ganz persönliches Ziel wäre dass im Plenium doppelt so groß werde.

00:33:49: ich habe aber nie gesagt in mit welchen Parametern und bis wann.

00:33:52: ich hatte dann an der Analystenkonferenz gesagt ich bin ja noch relativ jung.

00:33:56: ich möchte aber auch nicht zehn Jahre warten bis wir dann solche Ziele erreichen.

00:34:00: ich glaube können organisch wachsen.

00:34:03: Wir wollen authentisch bleiben als Firma, wir wollen bodenständig bleiben.

00:34:06: Ich glaube das steht uns gut und wir sind eine bodenständige Branche.

00:34:10: Wir sind sehr tiefmarschig unterwegs und ich glaube dass wir als Branchenlieder die Richtung aufzeigen sollten, dass wir uns zu relevanten Themen auch einbringen können.

00:34:21: Dass wir unsere Projekte- und Kundenbeziehungen exzellent umsetzen können.

00:34:26: Das wir die Zusammenarbeit verbessern können Dass ich die Ballors erhalten kann zwischen dem, was notwendig ist an Anführungen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit dem Team fördern kann.

00:34:42: Und dann familiär wünsche ich mir natürlich dass ich genügend oder etwas mehr Zeit in Zukunft noch haben kann für Familie und kleine Tochter und für den Ausgleich.

00:34:52: aber ich bin guten Mut, dass sich das im Pläne ja in die richtige Richtung weiterentwickeln kann.

00:34:57: Sehr schön!

00:34:58: Ich glaube dem ist nichts hinzuzufügen.

00:35:00: Lieber Jens, vielen Dank für das spannende Gespräch.

00:35:03: Ich verfolge eure ambitionierten Pläne ganz sicherlich

00:35:06: weiterhin

00:35:06: hoffentlich auch erfolgreich mit den gelben Baggern und bin gespannt wie sie das Ganze entwickeln wird.

00:35:12: Und dafür schon mal alles Gute beruflich aber natürlich auch privat.

00:35:15: Hat Spaß gemacht!

00:35:16: Merci!

00:35:17: Danke!

00:35:17: Macht's gut!

00:35:18: Ciao!

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